Kellerspiele
Kellerspiele

Kellerspiele

Art.Nr.:
20
ca. 3-4 Tage ca. 3-4 Tage (Ausland abweichend)
Veröff.:
31.03.2018
Format:
Taschenbuch
Autor:
Simone Trojahn
Seiten:
440
ISBN:
978-3959578851
14,99 EUR

inkl. 7% MwSt. zzgl. Versand

Finanzierung verfügbar ab 99 EUR bis 5000 EUR Warenkorbwert

Kundenrezensionen

  • 28.02.2019
    Simone Trojahn zaubert aus jedem noch so simpel klingenden Plot ein dichtes, spannendes Drama aus Fehlentscheidungen, tiefen Abgründen und Grausamkeiten – wobei zaubern allein im Hinblick auf die Atmosphäre natürlich nicht das adäquate Wort für die Collage aus emotionaler Kälte, Gewalt und Schmerz ist, die Simone Trojahn schonungs- und schmucklos darbietet. „Kellerspiele“ ist von den massentauglichen Konzepten der Magie ungefähr so weit entfernt wie Edward Lee von Rosamunde Pilcher. Der Roman präsentiert sich in ungeschönter Härte, und das auf mehreren Ebenen. Zunächst wird die von Anfang an recht ausweglose Situation von Karl geschildert, der passiv jede Be- und Misshandlung durch seinen älteren Bruder erträgt. Seine vermeintliche Rettung hat er schon vor langer Zeit in der Lethargie gefunden, doch wann immer er aus der gewohnten Routine herausgerissen wird, ist er überfordert – und trifft denkbar schlechte Entscheidungen. Er hat nichts Heroisches an sich und sammelt trotz seiner Misere kaum Sympathiepunkte, wodurch Emotionen wie Mitleid nur selten vorbeischauen, wenn man davon liest, was er durchmacht – das gilt zumindest für den Großteil des Romans. Denn Trojahn ist eine Meisterin darin, ihre Figuren durch die schlimmsten Kloaken zu treiben, sie fast darin zu ertränken, sodass man sie am Ende doch nicht mit absoluter Gleichgültigkeit betrachten kann, selbst wenn sie sich zuvor schuldig gemacht haben. Oder anders gesagt: Simone Trojahns Faible für kaputte Menschen fügt sich wieder einmal hervorragend in das Konzept ihres Thrillers ein. Die Darstellung von Laura fesselte mich anfangs nicht wirklich. Ihre eher typischen Teenie-Probleme wirken einfallslos, und auch die Gedanken während sowie kurz nach der Entführung konnten mich nicht überzeugen. Dagegen ist die Schilderung ihres emotionalen, geistigen und körperlichen Verfalls umso gelungener – erschreckend gelungen. Besonders interessant finde ich, wie eng ihre Entwicklung an die von Toni gekoppelt ist. Denn obwohl Karl ein funktionelles Bindeglied zwischen Laura und seinem Bruder ist, bedingen sich das Ausmaß von Tonis Abgestumpftheit und der Zustand seines Opfers gegenseitig. Es ist weniger die rohe Gewalt, die schockiert, sondern der Gewöhnungseffekt, der bei Toni einsetzt. Die Art, wie er seine sadistischen Fantasien auslebt, weckte bei mir deutliche Assoziationen. Zwar wird seine Leidenschaft für (echte?) Foltervideos mehrfach erwähnt, aber viele der Abartigkeiten, die er an Laura vollführt, kennt man aus einschlägigen Filmen, die teilweise auch genannt werden. Dementsprechend entfalten die einzelnen Misshandlungen gerade vor dem Hintergrund der Langeweile, die sich bei Toni so rasch einstellt, ihre monströse Wirkung. Simone Trojahn schafft es in „Kellerspiele“, dass dieses Gefühl der Abstumpfung, von Laura und Toni auf unterschiedlichste Weise durchlebt, seine toten Finger auch nach den Lesern ausstreckt. Dessen wurde ich mir allerdings erst bewusst, als mich ein weiterer Brecher (im wahrsten Sinne des Wortes) aus dem herausriss, was man „Folterroutine“ nennen könnte. Die Perspektivwechsel wirken teilweise ein bisschen unausgereift, während Trojahn ihren ansonsten sehr geschärften Blick bei mancher Charakterzeichnung etwas vermissen lässt. Trotzdem ist der Roman sehr mitreißend und eine klare Empfehlung für alle, die sich gerne auf die ungeschönte Darstellung menschlicher Abgründe einlassen: Denn anders als beispielsweise Ethan Kink oder Bryan Smith durchzieht die Autorin ihren Text nicht mit schwarzem Humor, der ein bisschen den Schrecken aus den grausamen Schilderungen nehmen könnte. Und genau das macht „Kellerspiele“ so hart und kalt wie den Betonboden unter Lauras nackten Füßen. Grausamkeiten – wobei zaubern allein im Hinblick auf die Atmosphäre natürlich nicht das adäquate Wort für die Collage aus emotionaler Kälte, Gewalt und Schmerz ist, die Simone Trojahn schonungs- und schmucklos darbietet. „Kellerspiele“ ist von den massentauglichen Konzepten der Magie ungefähr so weit entfernt wie Edward Lee von Rosamunde Pilcher. Der Roman präsentiert sich in ungeschönter Härte, und das auf mehreren Ebenen. Zunächst wird die von Anfang an recht ausweglose Situation von Karl geschildert, der passiv jede Be- und Misshandlung durch seinen älteren Bruder erträgt. Seine vermeintliche Rettung hat er schon vor langer Zeit in der Lethargie gefunden, doch wann immer er aus der gewohnten Routine herausgerissen wird, ist er überfordert – und trifft denkbar schlechte Entscheidungen. Er hat nichts Heroisches an sich und sammelt trotz seiner Misere kaum Sympathiepunkte, wodurch Emotionen wie Mitleid nur selten vorbeischauen, wenn man davon liest, was er durchmacht – das gilt zumindest für den Großteil des Romans. Denn Trojahn ist eine Meisterin darin, ihre Figuren durch die schlimmsten Kloaken zu treiben, sie fast darin zu ertränken, sodass man sie am Ende doch nicht mit absoluter Gleichgültigkeit betrachten kann, selbst wenn sie sich zuvor schuldig gemacht haben. Oder anders gesagt: Simone Trojahns Faible für kaputte Menschen fügt sich wieder einmal hervorragend in das Konzept ihres Thrillers ein. Die Darstellung von Laura fesselte mich anfangs nicht wirklich. Ihre eher typischen Teenie-Probleme wirken einfallslos, und auch die Gedanken während sowie kurz nach der Entführung konnten mich nicht überzeugen. Dagegen ist die Schilderung ihres emotionalen, geistigen und körperlichen Verfalls umso gelungener – erschreckend gelungen. Besonders interessant finde ich, wie eng ihre Entwicklung an die von Toni gekoppelt ist. Denn obwohl Karl ein funktionelles Bindeglied zwischen Laura und seinem Bruder ist, bedingen sich das Ausmaß von Tonis Abgestumpftheit und der Zustand seines Opfers gegenseitig. Es ist weniger die rohe Gewalt, die schockiert, sondern der Gewöhnungseffekt, der bei Toni einsetzt. Die Art, wie er seine sadistischen Fantasien auslebt, weckte bei mir deutliche Assoziationen. Zwar wird seine Leidenschaft für (echte?) Foltervideos mehrfach erwähnt, aber viele der Abartigkeiten, die er an Laura vollführt, kennt man aus einschlägigen Filmen, die teilweise auch genannt werden. Dementsprechend entfalten die einzelnen Misshandlungen gerade vor dem Hintergrund der Langeweile, die sich bei Toni so rasch einstellt, ihre monströse Wirkung. Simone Trojahn schafft es in „Kellerspiele“, dass dieses Gefühl der Abstumpfung, von Laura und Toni auf unterschiedlichste Weise durchlebt, seine toten Finger auch nach den Lesern ausstreckt. Dessen wurde ich mir allerdings erst bewusst, als mich ein weiterer Brecher (im wahrsten Sinne des Wortes) aus dem herausriss, was man „Folterroutine“ nennen könnte. Die Perspektivwechsel wirken teilweise ein bisschen unausgereift, während Trojahn ihren ansonsten sehr geschärften Blick bei mancher Charakterzeichnung etwas vermissen lässt. Trotzdem ist der Roman sehr mitreißend und eine klare Empfehlung für alle, die sich gerne auf die ungeschönte Darstellung menschlicher Abgründe einlassen: Denn anders als beispielsweise Ethan Kink oder Bryan Smith durchzieht die Autorin ihren Text nicht mit schwarzem Humor, der ein bisschen den Schrecken aus den grausamen Schilderungen nehmen könnte. Und genau das macht „Kellerspiele“ so hart und kalt wie den Betonboden unter Lauras nackten Füßen.
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  • 02.12.2018
    Inhalt: Karl lebt mit seiner kranken Mutter, ihren Katzen, dem Hund Lupo und seinem Bruder Toni am Rand eines Waldes. Während Karl versucht sich um seine kranke Mutter zu kümmern, geht Toni täglich Arbeiten und wer weiß wo er sich sonst noch rum treibt. Als Toni aber seinen Job verliert, nimmt Karl sein Leben einen schlimmeren Lauf als so schon. Denn Toni ist ein Säufer und er ist ein Sadist. An einem Morgen, geht Karl zu seiner Mutter und findet sie tot vor sich. Für Karl kein schöner Anblick, doch Toni will nichts davon wissen. Als Toni dann auch noch anfängt den Keller umzubauen und Karl seine Pläne zu offenbaren, nimmt das Grauen seinen Lauf. Meine Meinung: Ich liebe ja das Cover von der Neuauflage. Ich mag die pinke Schrift. Der Mann mit dem Messer in der Hand und dem schreienden Gesicht auf der Klinge finde ich wirklich große Klasse. Als ich anfangen wollte zu lesen, bin ich als erstes über eine Warnung des Verlags gestoßen. Denn diese Handlung ist wirklich schonungslos, gewaltig und brutal. Es ist keine leichte Kost. Der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen. Ich hatte stets Kopfkino. Denn es ist alles sehr realitätsnah und bildlich geschrieben. Wer weiß? Vielleicht gibt es auch so jemanden in meiner oder deiner Nachbarschaft? Die Folter und die Misshandlungen die Laura über sich ergehen lassen muss, ist sicherlich harter Tobak. Wie sieht wohl das Grauen in Person aus? Richtig, es ist Toni. Ich habe oft gedacht, dass es nicht mehr schlimmer für Laura kommen kann, doch Simone Trojahn hat es geschafft immer noch einen drauf zu legen. Die Charaktere sind für mich alle sehr authentisch. Wir haben hier Karl, der sehr unter seinem Bruder leiden muss, aber dennoch von ihm Abhängig ist. Und versucht immer noch das Gute in seinem Bruder zu sehen. Toni den saufenden Sadisten, der sich einen Dreck um Karl, seine Mutter und den Haushalt schert. Außer er will Karl bestrafen. Denn meist muss Karl dann putzen! Und Laura, ein sechzehn jähriges Mädchen, das die Klasse wiederholen muss und eigentlich davon träumt einen Freund zu haben. Sie ist in meinen Augen zu Beginn doch recht naiv gewesen, aber sie ist auch erst sechzehn. Also es hat alles gepasst. Mein Fazit: Für mich eine wirklich tolle Handlung in dem Genre des Hardcore Psychothrillers. Mit authentischen Charakteren und wirklich schonungslose Taten. Ein Buch das ich jedem empfehlen kann, der keine schwache Nerven hat und auch mit Gewalt, Aggression, Missbrauch und Tod klar kommt. Von mir gibt es fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung :) seine kranke Mutter zu kümmern, geht Toni täglich Arbeiten und wer weiß wo er sich sonst noch rum treibt. Als Toni aber seinen Job verliert, nimmt Karl sein Leben einen schlimmeren Lauf als so schon. Denn Toni ist ein Säufer und er ist ein Sadist. An einem Morgen, geht Karl zu seiner Mutter und findet sie tot vor sich. Für Karl kein schöner Anblick, doch Toni will nichts davon wissen. Als Toni dann auch noch anfängt den Keller umzubauen und Karl seine Pläne zu offenbaren, nimmt das Grauen seinen Lauf. Meine Meinung: Ich liebe ja das Cover von der Neuauflage. Ich mag die pinke Schrift. Der Mann mit dem Messer in der Hand und dem schreienden Gesicht auf der Klinge finde ich wirklich große Klasse. Als ich anfangen wollte zu lesen, bin ich als erstes über eine Warnung des Verlags gestoßen. Denn diese Handlung ist wirklich schonungslos, gewaltig und brutal. Es ist keine leichte Kost. Der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen. Ich hatte stets Kopfkino. Denn es ist alles sehr realitätsnah und bildlich geschrieben. Wer weiß? Vielleicht gibt es auch so jemanden in meiner oder deiner Nachbarschaft? Die Folter und die Misshandlungen die Laura über sich ergehen lassen muss, ist sicherlich harter Tobak. Wie sieht wohl das Grauen in Person aus? Richtig, es ist Toni. Ich habe oft gedacht, dass es nicht mehr schlimmer für Laura kommen kann, doch Simone Trojahn hat es geschafft immer noch einen drauf zu legen. Die Charaktere sind für mich alle sehr authentisch. Wir haben hier Karl, der sehr unter seinem Bruder leiden muss, aber dennoch von ihm Abhängig ist. Und versucht immer noch das Gute in seinem Bruder zu sehen. Toni den saufenden Sadisten, der sich einen Dreck um Karl, seine Mutter und den Haushalt schert. Außer er will Karl bestrafen. Denn meist muss Karl dann putzen! Und Laura, ein sechzehn jähriges Mädchen, das die Klasse wiederholen muss und eigentlich davon träumt einen Freund zu haben. Sie ist in meinen Augen zu Beginn doch recht naiv gewesen, aber sie ist auch erst sechzehn. Also es hat alles gepasst. Mein Fazit: Für mich eine wirklich tolle Handlung in dem Genre des Hardcore Psychothrillers. Mit authentischen Charakteren und wirklich schonungslose Taten. Ein Buch das ich jedem empfehlen kann, der keine schwache Nerven hat und auch mit Gewalt, Aggression, Missbrauch und Tod klar kommt. Von mir gibt es fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung :)
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  • 21.10.2018
    Da ich noch kein Buch der Autorin gelesen hatte, wusste ich nicht recht was mich hier erwarten wird. Ich hatte natürlich einige Vermutungen, dass es heftig und sehr brutal werden wird stand außer Frage doch was Simone Trojahn hier erschaffen hat ist so viel mehr. Die Autorin wagt einen Blick in die Abgründe der menschlichen Seele, sie zeigt auf welche Verbrechen wirklich geschehen, sie zeigt Verbrechen die nur selten ans Tageslicht geraten und sie zeigt deutlich wie verkommen und krank manche Menschen / Täter sind. Simone Trojahns Schreibstil liest sich sehr angenehm, sie schreibt zum einen locker und auch flüssig und zum anderen ist ihr Stil detailliert und sehr drastisch. Das dieses Buch nichts für zartbesaitete ist sollte jedem klar sein denn es wird deutlich davor gewarnt. Die Ereignisse im Buch brachten mich an meine Grenzen, denn gerade wenn ich dachte schlimmer geht es nicht, dann packte die Autorin noch eine Schippe oben drauf. Ich hatte zudem absolut keine Ahnung welchen Verlauf das ganze nehmen würde. Die Handlung blieb vollkommen unvorhersehbar, durch geschickte Wendungen gelang es Simone sogar noch die Spannung weiter zu steigern. Dieses Buch ist und bleibt von der ersten bis zur letzten Seite durchweg spannend, diese Spannung zieht sich wie ein roter Faden durchs Buch. Was ich hier aber ebenso besonders finde ist wie die Autorin es schaffte den Charakteren Leben ein zuhauchen. Karl ist ein Charakter den die Autorin unglaublich vielschichtig und facettenreich gezeichnet hat. Immer wurde er von seinem Bruder unterdrückt, ständig wurde ihm gesagt das er nichts kann, das er ein Loser ist und ja, er wurde auch geschlagen und misshandelt. Dieser Charakter wurde sehr intensiv dargestellt, die Wandlung die er im Verlauf der Story macht ist unglaublich und hat mich echt beeindruckt. Toni ist ein Sadist wie er im Buche steht, für den sexuellen Kick tut er alles, seine größte Fantasie ist es eine Sklavin zu haben um diese erziehen zu können. Seine Wahl fällt auf Laura die von alle dem noch nichts ahnt, bis es zu spät ist. Lauras ganze Art mochte ich sehr, trotz ihrer Gefangenschaft schafft sie es sich selbst nicht aufzugeben. Sie kämpft, sie erträgt alles was Toni ihr antut. Laura besitzt eine unglaublich Stärke. Die Beziehung der beiden Brüder wurde sehr ausführlich und eindringlich geschildert, ich verstand was die beiden miteinander verbindet und warum Karl Toni gegenüber derart Loyal ist. Obwohl ich noch kein Buch der Autorin gelesen hatte waren meine Erwartungen riesig durch die durchweg positiven Rezensionen hoffte ich auf einen Hardcore Psychothriller der Extraklasse. Das und noch viel mehr habe ich bekommen. Dieses Buch hat mich quasi umgehauen, liebe Simone Trojahn ich ziehe meinen Hut vor dir!!! Kann ich dieses Buch empfehlen? Ja, unbedingt. Alle Leser die gern über den Tellerrand schauen wollen und natürlich Liebhaber der extremen Literatur werden dieses Werk lieben. Fazit: Simone Trojahn gelingt mit \"Kellerspiele\" ein komplexer, eindringlicher, brutaler und vielschichtiger Hardcore Psychothriller der mich auf ganzer Linie überzeugt hat. Dieses Buch bekommt natürlich die volle Punktzahl!!! heftig und sehr brutal werden wird stand außer Frage doch was Simone Trojahn hier erschaffen hat ist so viel mehr. Die Autorin wagt einen Blick in die Abgründe der menschlichen Seele, sie zeigt auf welche Verbrechen wirklich geschehen, sie zeigt Verbrechen die nur selten ans Tageslicht geraten und sie zeigt deutlich wie verkommen und krank manche Menschen / Täter sind. Simone Trojahns Schreibstil liest sich sehr angenehm, sie schreibt zum einen locker und auch flüssig und zum anderen ist ihr Stil detailliert und sehr drastisch. Das dieses Buch nichts für zartbesaitete ist sollte jedem klar sein denn es wird deutlich davor gewarnt. Die Ereignisse im Buch brachten mich an meine Grenzen, denn gerade wenn ich dachte schlimmer geht es nicht, dann packte die Autorin noch eine Schippe oben drauf. Ich hatte zudem absolut keine Ahnung welchen Verlauf das ganze nehmen würde. Die Handlung blieb vollkommen unvorhersehbar, durch geschickte Wendungen gelang es Simone sogar noch die Spannung weiter zu steigern. Dieses Buch ist und bleibt von der ersten bis zur letzten Seite durchweg spannend, diese Spannung zieht sich wie ein roter Faden durchs Buch. Was ich hier aber ebenso besonders finde ist wie die Autorin es schaffte den Charakteren Leben ein zuhauchen. Karl ist ein Charakter den die Autorin unglaublich vielschichtig und facettenreich gezeichnet hat. Immer wurde er von seinem Bruder unterdrückt, ständig wurde ihm gesagt das er nichts kann, das er ein Loser ist und ja, er wurde auch geschlagen und misshandelt. Dieser Charakter wurde sehr intensiv dargestellt, die Wandlung die er im Verlauf der Story macht ist unglaublich und hat mich echt beeindruckt. Toni ist ein Sadist wie er im Buche steht, für den sexuellen Kick tut er alles, seine größte Fantasie ist es eine Sklavin zu haben um diese erziehen zu können. Seine Wahl fällt auf Laura die von alle dem noch nichts ahnt, bis es zu spät ist. Lauras ganze Art mochte ich sehr, trotz ihrer Gefangenschaft schafft sie es sich selbst nicht aufzugeben. Sie kämpft, sie erträgt alles was Toni ihr antut. Laura besitzt eine unglaublich Stärke. Die Beziehung der beiden Brüder wurde sehr ausführlich und eindringlich geschildert, ich verstand was die beiden miteinander verbindet und warum Karl Toni gegenüber derart Loyal ist. Obwohl ich noch kein Buch der Autorin gelesen hatte waren meine Erwartungen riesig durch die durchweg positiven Rezensionen hoffte ich auf einen Hardcore Psychothriller der Extraklasse. Das und noch viel mehr habe ich bekommen. Dieses Buch hat mich quasi umgehauen, liebe Simone Trojahn ich ziehe meinen Hut vor dir!!! Kann ich dieses Buch empfehlen? Ja, unbedingt. Alle Leser die gern über den Tellerrand schauen wollen und natürlich Liebhaber der extremen Literatur werden dieses Werk lieben. Fazit: Simone Trojahn gelingt mit \"Kellerspiele\" ein komplexer, eindringlicher, brutaler und vielschichtiger Hardcore Psychothriller der mich auf ganzer Linie überzeugt hat. Dieses Buch bekommt natürlich die volle Punktzahl!!!
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  • 18.10.2018
    Da Kellerspiele mein erstes Buch von Simone war, bin ich sehr unvoreingenommen an das Ganze herangegangen und ich muss sagen: Wow! Für mich klang der Rückentext viel versprechend, das Buch hat sein Versprechen um Längen übertroffen. Die Geschichte um Karl, Toni und Laura wird mit Präzision und einer Erbarmunglosigkeit erzählt, ohne überspitzt zu wirken. Jede noch so grausame Handlung wird detailliert erzählt, wobei auch die Entwicklung der emotionalen Beziehung der Protagonisten zueinander nicht zu kurz kommt. Mitreißend im Verlauf der Geschichte - man bangt und hofft mit und will unbedingt weiterlesen, erbarmungslos in der Brutalität - die Toni an den Tag legt und auch teils hart an der Grenze des Erträglichen - wenn man ein/e etwas zarter besaiteter/e Leser/in ist! Von mir definitiv 5 Sterne für mein erstes Mal mit Simone und eine klare Empfehlung für die, die beim Lesen den Sicherheitsgurt angelegt haben und einen (oder auch gern 3) Gänge höher schalten wollen! der Rückentext viel versprechend, das Buch hat sein Versprechen um Längen übertroffen. Die Geschichte um Karl, Toni und Laura wird mit Präzision und einer Erbarmunglosigkeit erzählt, ohne überspitzt zu wirken. Jede noch so grausame Handlung wird detailliert erzählt, wobei auch die Entwicklung der emotionalen Beziehung der Protagonisten zueinander nicht zu kurz kommt. Mitreißend im Verlauf der Geschichte - man bangt und hofft mit und will unbedingt weiterlesen, erbarmungslos in der Brutalität - die Toni an den Tag legt und auch teils hart an der Grenze des Erträglichen - wenn man ein/e etwas zarter besaiteter/e Leser/in ist! Von mir definitiv 5 Sterne für mein erstes Mal mit Simone und eine klare Empfehlung für die, die beim Lesen den Sicherheitsgurt angelegt haben und einen (oder auch gern 3) Gänge höher schalten wollen!
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